Sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Banken- und Versicherungssektor gibt es keine verlässlichen Informationen über Fälle, in denen Unternehmen ohne Genehmigung von einem Tarifvertrag abweichen. Darüber hinaus gilt eine allgemeine Einschränkung. Die Ergebnisse des IAB-Betriebspanels zeigen, dass im Jahr 2005 Manager in fast 23% (16%) von Betrieben in West-(Ost-Deutschland, die unter einen Tarifvertrag fallen, nicht einmal wussten, ob eine Öffnungsklausel angewandt werden kann. Die Reaktionen von Arbeitnehmern oder Betriebsräten in anderen Erhebungen könnten durch einen ähnlichen Mangel an Wissen (insbesondere in kleinen Unternehmen) verwischt werden. Daher deuten die oben vorgelegten Beweise darauf hin, dass die Höhe der variablen Vergütung zwischen den verschiedenen Gruppen von Arbeitnehmern sehr unterschiedlich ist. Diese Annahme steht im Einklang mit den Aussagen im Jahresbericht des WSI über Tarifverhandlungen (WSI-Tarifhandbuch 2007). DemBericht zufolge erhielten ungelernte und qualifizierte Arbeiter im Jahr 2005 deutlich geringere jährliche Zusatzzahlungen, die an Gewinnbeteiligungen und Boni (548 BZW. 1.131 EUR) gekoppelt waren, als es qualifizierte Angestellte (1.843)) und hochqualifizierte Fachkräfte (6.635 )€ waren. Ergebnisse aus ökonometrischen Analysen, die sich entweder auf IAB- oder IW-Daten stützen, wie Bellmann/Möller 2005, Strotmann 2005 und Lesch/Stettes 2008, können den Hintergrund der verschiedenen VPS veranschaulichen. Die Studien deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Gewinnbeteiligungssystem einzuführen, mit der Unternehmensgröße – im Hinblick auf die Zahl der Beschäftigten – oder der Anteil hochqualifizierter Arbeitskräfte steigt. Darüber hinaus erhöht die direkte Beteiligung der Arbeitnehmer an der Entscheidungsfindung über leistungsfähige Arbeitssysteme wie Teamarbeit und die Übertragung von Autorität und Verantwortung an einzelne Arbeitnehmer die Bereitschaft der Unternehmen, Gewinnbeteiligungssysteme anzubieten. Dasselbe gilt für Unternehmen, die in eine Konzern- oder Holdingstruktur integriert sind und über überlegene Leistungsbilanzen verfügen.

Während Betriebsräte die Wahrscheinlichkeit der Einführung einer Gewinnbeteiligung sanieren, stellt sich die Einhaltung eines Tarifvertrags mit mehreren Arbeitgebern eher als Hindernis heraus. Leider gibt es keine multivariaten Analysen für die anderen VPS-Typen. Der DGB ist nur für Gewinnbeteiligungen, die reguläre, tariflich vereinbarte Löhne ergänzen. Nach Ansicht des DGB könnten die Unternehmen sonst geneigt sein, ungenaue Gewinnniveaus zu melden. Der Streik bei Foodora Norwegen ist beendet. Die Streikenden erhalten den ersten Tarifvertrag in der Plattformbranche mit 15 000 NOK mehr pro Jahr, so die Gewerkschaft Fellesforbundet. “Heute sind wir froh”, sagt der nordic CEO von Foodora. (Links gehen zu norwegischen Webseiten). “Wenn wir um die Polizeizufuhr zu uns radeln und wenn wir am Schloss vorbeiradeln, grüßen uns die Wachen. Sie sollten sehen, wie dankbar die Kunden an einem regnerischen Tag sind, wenn wir ihre Mahlzeit im fünften Stock liefern.

Schlechtes Wetter wird Foodora mehr schaden als uns – dann bestellen die Leute wirklich Lebensmittel”, sagte Paul Olai-Olssen, der betonte, wie wichtig es für die Gewerkschaften sei, die Menschen, die in der Plattformwirtschaft arbeiten, ernst zu nehmen. Der BDA und mehrere Arbeitgeberverbände auf Branchenebene, wie Z. Gesamtmetall, betonen, dass Mehrarbeitgebervereinbarungen einen zunehmenden Anteil variabler Zahlungen enthalten sollten, deren tatsächliches Niveau auf Unternehmensebene vereinbart werden sollte.

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